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Kommen und Gehen

Geschrieben von: Frau Goerke

Wer sind wir? Wo gehen wir hin? Wie wirken wir auf unsere Mitmenschen? Wie nehmen wir Kenntnis von den Menschen um uns herum? Diese Fragen stellte sich der DS-Kurs 12, der am 03. Juni sein Stück „Kommen und Gehen“ aufführte. In Anlehnung an ein anderes Theaterstück entstand ein neuer Text, von Adele Dilman geschrieben. Im Namen des ganzen Kurses an dieser Stelle herzlichen Dank dafür!

Die letzten Tage voller Proben zehrten an den Nerven, die Aufregung war groß. Werden überhaupt genügend Zuschauer kommen, um sich das Stück anzuschauen? Diese Sorge erwies sich jedoch schnell als unbegründet.
Kurz vor 19 Uhr betraten unsere Schauspieler den Saal, sie warteten auf ihren Auftritt. Die Luft knisterte förmlich. Dann begann das Spiel, auf das sich alle fast ein ganzes Jahr vorbereitet hatten.
Die Zeitungsverkäuferin (Isabell Friedrich) beobachtet, dass der Postbote Peter (Robert Liebig) einen Brief verliert. Da ihn anscheinend niemand vermisst, öffnet sie ihn kurzerhand und lernt die Geheimnisse verschiedener Paare kennen. So treffen  die karrierebewusste Managerin Esther (Katja Wiedenbeck) und ihr vergesslicher Freund Wayne (Ronny Rössel) , das Musikerduo „Die Jaike und die Menny“ (Annemarie Ullmann, Lisa Weise), die Kellnerin Lilly (Peggy Bohn) und ihre Mutter (Julia Wachtel), der Gelegenheitsarbeiter  Dennis (Swiad Schmidt), der BWL- Student Philip (Enrico Arndt) und seine Was-wäre-wenn-Freundin Dörthe (Vicky Beise), der Tyrann Uwe (Max Schatz) und seine unterwürfige Frau Emma (Anne Nöldner), die Prostituierte Louisa (Adele Dilman) und ihr „Chef“ Tony (Marko Hollenbach), der Kommissar Wolfgang (Maik Kieper) und  die Künstlerin Nele (Dilsah Özdikmen) aufeinander. Die einzelnen Paare lassen den Zuschauer einen Einblick in die Art ihrer Beziehung gewinnen und schnell wird klar, das Glück liegt nicht auf der Straße. Die Handlung spitzt sich zu, als Emma Uwe den Kampf ansagt und Peter sich in Louisa verliebt. Das lässt Tony nicht zu. Ohne Ankündigung erschießt er Peter und…  Niemanden interessiert’s. Susanne und Lilly gehen shoppen und lernen dabei Susannes neuen Traummann (Tom Hausmann) kennen. Die beiden Musikerinnen finden keine wichtigen Themen, über die es sich zu reden lohnt. Und Dörthe und Philip scheinen das einzige Paar zu sein, das erneut zueinander findet. Damit endet das Stück.
Die Frage ist: Was bleibt?
Erinnerungen an engagierte Schauspieler, die das Leben aus verschiedenen Perspektiven anschaulich beleuchteten und nun voller Tatendrang einem neuen Theaterprojekt entgegenfiebern.