Latein kann als Wahlpflichtfach ab der 9. Klasse erlernt werden. Bei einer Fortsetzung des Lehrganges bis zum Abitur winkt dann bei einem erfolgreichen Abschluss auf dem Abiturzeugnis der Vermerk des Latinums.
 
In den Klassen 9 und 10 erfolgt dabei ein zügiger, auf das Unverzichtbare konzentrierter Durchgang durch die lateinische Grammatik. Gegen Ende der Klasse 10 werden neben den Texten des Lehrbuches auch bereits leichtere oder erleichterte Originaltexte im Unterricht erarbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Übersetzung und Interpretation der Texte. Gleichzeitig werden die Schülerinnen und Schüler  in die Welt der Antike eingeführt: Grundkenntnisse aus den Bereichen Geschichte, Kunst und Alltagsleben werden den Lernenden vermittelt.
 
Schülerinnen und Schüler, die Latein als dritte Fremdsprache wählen, haben bereits zwei andere Fremdsprachen gelernt. Das ermöglicht ein vergleichendes Lernen des Lateinischen, wobei die Lernenden in dem Nebeneinander der verschiedenen Sprachkenntnisse bald eine Ordnung erkennen werden, in der Latein als der Ausgangspunkt der Sprach- und Kulturentwicklung zutage tritt und die bisher erworbenen Kenntnisse gleichsam zusammenfasst.
 
Was andere Fächer betrifft, so erhalten die Lernenden hier zumeist vertiefende Erklärungen für bereits Gelerntes, so z. B. für die Herkunft vieler Fachbegriffe aus Natur, Technik und Gesellschaft sowie für die Entwicklung bestimmter geschichtlicher oder kultureller Phänomene.